Deutschland wird 2025 fast 900 Milliarden Euro an Steuern einnehmen – ein Rekordwert. Trotzdem spüren viele Bürger, dass ihre finanzielle Lage immer schlechter wird, während die Staatsschulden weiter steigen.
Die hohe Steuerlast trifft besonders Durchschnittsverdiener und macht Deutschland zu einem der teuersten Länder für normale Arbeitnehmer in Europa.

Sie zahlen nicht nur hohe Einkommenssteuern, sondern auch viele versteckte Abgaben. Das verfügbare Einkommen schrumpft dadurch spürbar.
Der Staat nutzt diese Rekordeinnahmen oft wenig effizient. Währenddessen verfällt die Infrastruktur weiter, und wichtige Investitionen bleiben aus.
Normalverdiener müssen immer mehr abgeben, während Superreiche und große Unternehmen oft deutlich weniger Steuern zahlen. Diese ungleiche Verteilung schadet nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Wirtschaft.
Es gibt aber durchaus Wege, wie man das System gerechter machen könnte.
Die hohe Steuerbelastung in Deutschland

Mit einer Abgabenlast von 47,9 Prozent landet Deutschland auf Platz zwei in Europa. Arbeitnehmer zahlen sowohl direkte Steuern wie Lohnsteuer als auch indirekte Steuern wie Mehrwertsteuer.
Im internationalen Vergleich ist die Gesamtbelastung einfach zu hoch.
Direkte und indirekte Steuern im Überblick
Direkte Steuern treffen Sie bei Ihrem Einkommen. Die Lohnsteuer macht dabei den größten Teil aus und wird direkt vom Gehalt abgezogen.
Zusätzlich kommen Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag dazu. Diese direkten Steuern bringen dem Staat einen großen Teil seiner Einnahmen.
Indirekte Steuern zahlen Sie beim Einkaufen. Die Mehrwertsteuer von 19 Prozent (ermäßigt 7 Prozent) ist der größte Brocken.
Weitere indirekte Steuern sind:
- Energiesteuer auf Kraftstoffe
- Tabaksteuer
- Alkoholsteuer
- Kfz-Steuer
Alle Einkommensschichten zahlen diese indirekten Steuern gleichermaßen. Sie machen etwa ein Drittel der Steuereinnahmen aus.
Belastung durch Lohnsteuer und Mehrwertsteuer
Die Lohnsteuer steigt mit Ihrem Einkommen. Schon beim Durchschnittsgehalt zahlen Sie den Spitzensteuersatz von 42 Prozent.
Dazu kommen rund 20 Prozent Sozialabgaben. Am Ende bleiben Ihnen nur 52 Prozent der Arbeitskosten als Nettolohn – das ist in Europa fast der schlechteste Wert.
Die Mehrwertsteuer trifft jeden Einkauf. Bei 19 Prozent auf die meisten Waren und Dienstleistungen sinkt Ihre Kaufkraft spürbar.
Nehmen wir ein Beispiel: Von 100 Euro Bruttolohn bleiben etwa 60 Euro netto. Beim Einkaufen zahlen Sie davon noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Am Ende haben Sie effektiv nur noch 50 Euro übrig.
Vergleich mit anderen Industrieländern
Deutschland liegt bei der Steuerbelastung ganz vorne. Die OECD bestätigt: Deutsche Arbeitnehmer tragen eine der höchsten Lasten weltweit.
Steuerlast im Vergleich:
- Deutschland: 47,9%
- Frankreich: 47,6%
- Österreich: 46,3%
- EU-Durchschnitt: 39,8%
- Schweiz: 22,9%
Gering- und Durchschnittsverdiener trifft es besonders hart. Wer nur die Hälfte des Durchschnittslohns verdient, zahlt trotzdem 59 Prozent Abgaben.
Auch Unternehmen leiden unter den hohen Steuern. Sie zahlen bis zu 30 Prozent Körperschaftsteuer plus Gewerbesteuer.
Diese hohe Belastung schwächt die Wettbewerbsfähigkeit und bremst Investitionen im Land.
Finanzen des Staates: Einnahmen, Ausgaben und Verschuldung

2025 plant der deutsche Staat einen Bundeshaushalt von 488 Milliarden Euro. Trotz Rekordeinnahmen von über zwei Billionen Euro bleibt ein Defizit von 119 Milliarden Euro.
Die Schuldenbremse im Grundgesetz soll die Kreditaufnahme begrenzen. Politische Entscheidungen und Krisen wie Corona treiben die Ausgaben aber immer wieder nach oben.
Wie der Bundeshaushalt funktioniert
Der Bundeshaushalt zeigt, woher der Staat sein Geld bekommt und wofür er es ausgibt. 80% der Einnahmen stammen aus Steuern und EU-Eigenmitteln.
Die wichtigsten Steuerarten sind:
- Gemeinschaftssteuern (88% der Steuereinnahmen): Lohn- und Umsatzsteuer
- Bundessteuern (18% der Steuereinnahmen): Energie-, Versicherungs- und Tabaksteuer
12% der Einnahmen entstehen durch neue Schulden und Investitionszuschüsse. Die restlichen 8% kommen aus Verwaltungseinnahmen, wie zum Beispiel der Autobahnmaut und Gewinnen von Staatsunternehmen.
Bei den Ausgaben fließt der größte Teil in soziale Bereiche:
| Bereich | Anteil | Verwendung |
|---|---|---|
| Arbeit und Soziales | 37% | Renten, Grundsicherung, Bürgergeld |
| Verteidigung | 11% | Bundeswehr, Kasernen, Ausrüstung |
| Verkehr und Digitales | 10% | Straßen, Schienen, Internet |
| Finanzverwaltung | 10% | Energiekostenhilfen, Rentenfonds |
Die Zinszahlungen für Staatsschulden verschlingen 7% des Haushalts.
Staatsschulden und Schuldenbremse
Die Schuldenbremse im Grundgesetz setzt eine Grenze für neue Kredite. Normalerweise darf der Bund nur 0,35% der Wirtschaftsleistung als neue Schulden aufnehmen.
In Notlagen kann der Staat mehr Schulden machen. Während der Corona-Pandemie und der Energiekrise ist das passiert.
Die deutsche Staatsverschuldung ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Zwischen 1950 und 2023 gab der Staat fast immer mehr aus, als er einnahm.
Nur von 2014 bis 2019 erzielte Deutschland sechs Jahre in Folge einen Überschuss. Seit 2020 steigen die Schulden wieder deutlich an.
Als Bürger müssen Sie dadurch mehr Zinsen zahlen. Das bedeutet weniger Geld für wichtige Bereiche wie Bildung oder Infrastruktur.
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzen
Corona hat die Staatskasse ordentlich belastet. Der Bund gab Milliarden für Hilfsmaßnahmen aus und nahm gleichzeitig weniger Steuern ein.
Hauptkosten waren:
- Kurzarbeitergeld und Unternehmenshilfen
- Impfstoffbeschaffung und Gesundheitsmaßnahmen
- Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen
Die Pandemie führte dazu, dass die Schuldenbremse ausgesetzt wurde. Der Staat nahm viel mehr Kredite auf als normalerweise erlaubt.
2024 und 2025 zahlen Sie noch immer für diese Kosten. Teile des Gesundheitsbudgets fließen weiter in Corona-Bekämpfung und Pandemie-Vorsorge.
Langfristig belastet das Ihren Geldbeutel durch höhere Steuern oder weniger staatliche Leistungen. Die Rückkehr zur Schuldenbremse schränkt den finanziellen Spielraum für neue Ausgaben ein.
Politische Einflussfaktoren auf die Staatsausgaben
Der Bundesfinanzminister und die Regierung entscheiden, wofür Ihre Steuern ausgegeben werden. Politische Prioritäten prägen den Bundeshaushalt.
Aktuelle Schwerpunkte sind:
- Hohe Sozialausgaben (37% des Haushalts)
- Mehr Geld für Verteidigung wegen des Ukraine-Kriegs
- Kosten für Klimaschutz und Energiewende
- Digitalisierung der Infrastruktur
Koalitionsverträge halten fest, welche neuen Ausgaben geplant sind. Für 2025 bleiben die finanziellen Belastungen aus dem Koalitionsvertrag noch überschaubar.
Krisen können die Prioritäten aber schnell ändern. Corona, Energiekrise und geopolitische Spannungen führen zu neuen Ausgaben, die Sie als Steuerzahler tragen.
Die EU-Mitgliedschaft kostet Deutschland als Nettozahler zusätzlich Geld. Deutschland zahlt mehr in die EU-Kasse ein, als zurückkommt.
Steuereinnahmen und deren Einsatz
2024 sammelte Deutschland rund 948 Milliarden Euro an Steuereinnahmen ein. Das Geld fließt vor allem in drei große Bereiche: Infrastruktur, soziale Leistungen wie das Bürgergeld und die Digitalisierung.
Finanzierung der Infrastruktur
Ihre Steuern finanzieren Straßen, Brücken, Schulen und öffentliche Verkehrsmittel. Der Bundeshaushalt stellt jährlich rund 40 Milliarden Euro für Verkehrsinfrastruktur bereit.
Davon gehen 15 Milliarden Euro in den Straßenbau. Weitere 12 Milliarden fließen in das Schienennetz der Deutschen Bahn.
Kommunale Infrastruktur wird durch die Gewerbesteuer bezahlt. Diese brachte 2024 etwa 75,3 Milliarden Euro ein.
Gemeinden nutzen das Geld für:
- Wasserversorgung und Abwasser
- Öffentliche Gebäude und Parks
- Lokale Straßen und Gehwege
Viele Infrastrukturprojekte leiden unter chronischem Geldmangel. Der Investitionsstau bei Verkehrswegen liegt geschätzt bei 150 Milliarden Euro.
Sozialleistungen: Bürgergeld und mehr
Das Bürgergeld zählt zu den größten Posten im Bundeshaushalt. 2024 kostete es etwa 42 Milliarden Euro.
Zusätzlich zahlen Sie über Ihre Steuern für andere Sozialleistungen. Kindergeld kostet 45 Milliarden Euro. Die Rente wird mit 100 Milliarden Euro aus Steuermitteln unterstützt.
Gesundheitsausgaben drücken ebenfalls auf den Haushalt. Der Bund gibt 15 Milliarden Euro für die Krankenversicherung aus. Pflegekosten schlagen mit 8 Milliarden Euro zu Buche.
Diese Sozialausgaben wachsen jedes Jahr. Experten erwarten weitere Kostensteigerungen, weil die Gesellschaft immer älter wird.
Investition in die digitale Infrastruktur
Deutschland steckt jedes Jahr 3 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur. Im internationalen Vergleich wirkt das ehrlich gesagt ziemlich mager.
Beim Glasfaserausbau fließen 2 Milliarden Euro. Schulen bekommen 500 Millionen für neue Technik. Behörden sichern sich 300 Millionen, um ihre Dienste zu digitalisieren.
5G-Netze und der Breitbandausbau verschlingen noch mehr Geld. Meist übernehmen private Unternehmen den Löwenanteil dieser Kosten. Der Staat greift nur in ländlichen Regionen unter die Arme.
Viele EU-Länder geben deutlich mehr für digitale Technologien aus. Deutschland bleibt bei der Digitalisierung einfach zurück.
Folgen der Steuer- und Abgabenlast für Bürger und Unternehmen
Die hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland macht sich spürbar bemerkbar. Ihre Kaufkraft leidet, und die deutsche Wirtschaft verliert an Wettbewerbsfähigkeit.
Als Arbeitnehmer behalten Sie von jedem Euro nur 47,4 Cent. Unternehmen zahlen hier die höchsten Steuersätze unter den Industrieländern.
Sinkende Kaufkraft und Wohlstand
Vom Bruttolohn bleibt Ihnen wenig. Gerade Gering- und Durchschnittsverdiener tragen weltweit eine der höchsten Abgabenlasten.
Die Steuerquote beträgt 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dazu kommen Sozialabgaben für Rente, Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
Ihre reale Kaufkraft schwindet immer weiter. Steuern begegnen Ihnen schon morgens beim Kaffee und begleiten Sie durch den Tag:
- Kaffeesteuer beim Frühstück
- Hundesteuer in vielen Gemeinden
- Mehrwertsteuer bei jedem Einkauf
- Einkommensteuer vom Gehalt
Die Inflation verschärft alles. Während die Steuerlast steigt, werden auch sämtliche Lebenshaltungskosten teurer.
Deindustrialisierung und Mittelstand
Deutsche Unternehmen zahlen 30 Prozent Steuern auf ihre Gewinne. Das ist im internationalen Vergleich enorm und schadet der Wettbewerbsfähigkeit.
Internationale Investoren meiden Deutschland immer öfter. Sie stecken ihr Kapital lieber in Länder mit niedrigeren Steuern.
Der Mittelstand hat es besonders schwer. Kleine und mittlere Unternehmen können im Gegensatz zu Konzernen ihre Steuerlast kaum optimieren. Ihre finanziellen und personellen Ressourcen werden durch Steuern viel stärker beansprucht als anderswo.
Arbeitsplätze verschwinden. Wenn Unternehmen weniger investieren oder sogar abwandern, entstehen weniger neue Jobs. Der Fachkräftemangel verschärft sich, weil sich Arbeit für viele Menschen einfach nicht mehr lohnt.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Krisen
Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle. Das Bruttoinlandsprodukt liegt immer noch auf dem Stand von 2019, während andere Industrieländer längst weitergewachsen sind.
Wirtschaftskrisen machen alles noch schlimmer. Wenn die Leute weniger kaufen, sinken die Steuereinnahmen aus der Mehrwertsteuer. Arbeitslose zahlen keine Einkommensteuer mehr.
Der Staat steht dann vor der Wahl: Entweder er erhöht die Steuern oder macht neue Schulden. Beides belastet Sie zusätzlich.
Für Klimaschutz, Infrastruktur und Digitalisierung bleibt dann einfach kein Geld übrig. Das schwächt die Wirtschaft auf Dauer.
Vermögensverteilung und die Rolle der Superreichen
Die Vermögensverteilung in Deutschland ist extrem ungleich. Milliardäre bauen ihre Reichtümer durch Steuervorteile immer weiter aus, während die Kluft zwischen Arm und Reich wächst.
Wie Milliardäre ihr Vermögen mehren
Deutschlands Superreiche nutzen ein System aus Steuerprivilegien und legalen Schlupflöchern. Sie profitieren vor allem von niedrigen Steuern auf Kapitaleinkommen, nicht auf Arbeit.
Der Steuersatz auf nicht ausgeschüttete Gewinne fiel seit 1996 von 57 auf 30 Prozent. Bei Arbeitseinkommen sank er nur minimal von 21 auf 18 Prozent.
Wichtige Steuervorteile für Milliardäre:
- Pauschale Kapitalertragssteuer von nur 26,375 Prozent statt 48,5 Prozent
- Steuerfreie Zinserträge ohne Unternehmenssteuer
- Keine Steuern auf Immobilienverkäufe nach 10 Jahren
- Sozialabgaben nur bis 90.000 Euro Jahreseinkommen
Durch aggressive Steuerplanung drücken Milliardäre ihre Steuerlast auf unter 1 Prozent. Sie verschieben Gewinne in Kapitalgesellschaften und nutzen internationale Konstrukte.
Abschaffung der Vermögenssteuer und Folgen
Die Aussetzung der Vermögenssteuer 1997 stellte einen echten Wendepunkt dar. Seitdem erfasst der Staat große Vermögen nicht mehr systematisch.
Die Steuerbehörden wissen nicht, wie viele Milliardäre es tatsächlich gibt. Die Bundesregierung verlässt sich auf Reichenlisten aus Wirtschaftsmagazinen, nicht auf eigene Daten.
Experten schätzen das Vermögen deutscher Superreicher auf mindestens 1,4 Billionen Euro. Das macht ein Drittel bis die Hälfte des jährlichen Bruttoinlandsprodukts aus.
Diese 237 Milliardenvermögen verteilen sich auf nur etwa 4.300 sehr reiche Haushalte. Ohne Vermögenssteuer entgehen dem Bundeshaushalt jedes Jahr Milliarden an Steuereinnahmen.
Ungleichheit zwischen Arm und Reich
Die Vermögenslücke wächst immer weiter. 70 Prozent der Bevölkerung besitzen praktisch kein Vermögen, während eine kleine Elite immer reicher wird.
Regressive Steuern treffen ärmere Menschen besonders stark:
- Umsatzsteuer belastet alle gleich, unabhängig vom Einkommen
- Mineralöl- und Tabaksteuer treffen Geringverdiener härter
- Sozialabgaben haben Obergrenzen
Normalverdiener zahlen einen höheren Anteil ihres Einkommens für diese indirekten Steuern. Für Reiche spielen sie kaum eine Rolle.
Die fehlende Vermögenssteuer könnte sogar gegen das Grundgesetz verstoßen. Artikel 14 verpflichtet Eigentum, dem Gemeinwohl zu dienen.
Politischer Einfluss und Lobbyarbeit
Superreiche setzen ihren Reichtum gezielt für politischen Einfluss ein. Unterbesetzte Steuerbehörden können gegen gut bezahlte Anwaltsteams kaum etwas ausrichten.
Steuersenkungen der letzten Jahrzehnte kamen fast nur Vermögenden zugute. Der internationale Steuerwettbewerb drückt Unternehmenssteuern immer weiter nach unten.
Lobbyarbeit blockiert die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Dabei könnten zusätzliche Steuereinnahmen dringend notwendige öffentliche Investitionen ermöglichen.
Die Politik bevorzugt weiterhin Milliardäre durch Abzugsmöglichkeiten wie das Ehegattensplitting. Solche Vorteile nutzen vor allem hohe Einkommen, nicht die niedrigen.
Lösungswege: Reformen für mehr Fairness und Wohlstand
Deutschland braucht endlich grundlegende Steuerreformen. Mittlere Einkommen müssen entlastet werden, hohe Vermögen sollten ihren fairen Beitrag leisten.
Gleichzeitig müssen Investitionen in Infrastruktur und Sozialleistungen gesichert bleiben.
Notwendige Steuerreformen
Die Erbschaftsteuer braucht dringend eine Reform. Im Moment zahlen Sie als Bäckersohn mehr Erbschaftsteuer als jemand, der einen Milliardenkonzern erbt.
Bei Erbschaften über 26 Millionen Euro liegt der effektive Steuersatz nur bei 0,1 Prozent. Das passiert durch die sogenannte „Verschonungsbedarfsprüfung“.
Die wichtigsten Reformansätze:
- Abschaffung der Steuerbefreiung für Immobiliengewinne nach 10 Jahren
- Ende der Gewerbesteuerbefreiung bei Immobiliengesellschaften
- Schließung der „Share Deal“-Lücken bei Immobilienkäufen
Die Grünen meinen, diese Reformen würden dem Staat jedes Jahr 8,5 Milliarden Euro extra bringen. Das Geld könnte dann in Bildung und Infrastruktur fließen.
Diskussion um Steuersenkungen
Union, FDP und AfD versprechen große Steuersenkungen. Diese würden das Staatsdefizit um bis zu vier Prozentpunkte des BIP erhöhen.
Das Problem: Von diesen Entlastungen profitieren vor allem Besser- und Hochverdienende. Mittlere Einkommen bekommen weniger ab.
Mögliche Entlastungen für Sie:
- Erhöhung des Grundfreibetrags
- Anpassung der Steuertarife an die Inflation
- Einfacheres Steuersystem
Die deutsche Wirtschaft braucht allerdings auch Investitionsanreize. Steuersenkungen allein helfen nicht, wenn gleichzeitig die Infrastruktur verfällt.
Zukunft der Sozialleistungen und Infrastruktur
Deutschland steckt in einem riesigen Investitionsstau. Besonders die Infrastruktur—und da vor allem die digitale Infrastruktur—braucht endlich eine Modernisierung.
Die Schuldenbremse blockiert viele wichtige Investitionen, die eigentlich längst fällig wären. Vielleicht würde ein „Deutschland-Investitionsfonds“ da wirklich helfen? Klingt zumindest nach einer Idee, die man mal ausprobieren sollte.
Prioritäten für Ihre Zukunft:
- Schulen und Kitas müssen dringend modernisiert werden.
- Die Breitbandversorgung hinkt hinterher und braucht einen Ausbau.
- Straßen und Brücken sind oft marode und sollten saniert werden.
- Der öffentliche Nahverkehr braucht mehr Unterstützung.
Wenn wir hier nicht investieren, verliert Deutschland international den Anschluss. Gleichzeitig erwarten die Bürger verlässliche Sozialleistungen und funktionierende öffentliche Dienste.
Ob Deutschland auch in Zukunft bestehen kann, hängt davon ab, wie wir Steuerentlastungen und notwendige Staatsausgaben ausbalancieren.




